John Ternus: Wer ist der neue Apple-Chef?

Datum
3. September 2026
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Apple hat einen neuen CEO. Seit dem 1. September 2026 steht John Ternus an der Spitze des wohl bekanntesten Technologiekonzerns der Welt. Nach 15 Jahren übergibt Tim Cook den Chefposten – allerdings bleibt er Apple als Executive Chairman des Verwaltungsrats erhalten.

Für viele Apple-Nutzer dürfte der Name Ternus zunächst ungewohnt sein. Innerhalb von Apple ist er allerdings alles andere als ein Unbekannter.

Vom Ingenieur zum Apple-Chef

John Ternus ist 51 Jahre alt und stammt aus den USA. Er studierte Maschinenbau an der University of Pennsylvania und arbeitete nach seinem Studium zunächst als Maschinenbauingenieur beim Unternehmen Virtual Research Systems.

2001 wechselte er zu Apple – und blieb dem Unternehmen seitdem treu. Ternus begann im Produktentwicklungsteam, wurde 2013 Vice President of Hardware Engineering und übernahm 2021 als Senior Vice President die Leitung der gesamten Hardwareentwicklung.

Damit war er unter anderem für die Entwicklung von iPhone, iPad, Mac, Apple Watch, AirPods und Apple Vision Pro verantwortlich. Auch der Übergang des Mac von Intel-Prozessoren zu Apples eigenen Chips gehörte zu den wichtigen Projekten, an denen Ternus beteiligt war.

Kurz gesagt: Der neue Apple-Chef ist kein klassischer Manager, sondern kommt aus der Produktentwicklung.

Apple und seine bisherigen CEOs

Der Wechsel ist auch deshalb interessant, weil Apple in seiner Geschichte bereits einige sehr unterschiedliche Unternehmenschefs hatte.

Auf den ersten CEO Michael Scott folgten Mike Markkula, John Sculley, Michael Spindler und Gil Amelio. Danach kam die wohl prägendste Figur der Apple-Geschichte: Steve Jobs. Nach dessen Rückkehr zu Apple führte er das Unternehmen von 1997 bis 2011.

Tim Cook übernahm 2011 und prägte Apple anschließend 15 Jahre lang. Mit Ternus beginnt nun eine neue Ära.

Dabei fällt eine interessante Parallele auf: Sowohl Cook als auch Ternus kommen aus einer eher sachlich-technischen beziehungsweise operativen Richtung und sind keine klassischen „Showman“-CEOs. Das ist ein deutlicher Kontrast zu Steve Jobs.

Was macht ein Apple-CEO eigentlich?

Der CEO ist bei Apple nicht einfach der oberste Produktentwickler. Er trägt die Gesamtverantwortung für das Unternehmen – von Strategie und Finanzen über Personal und internationale Geschäftsbeziehungen bis hin zur langfristigen Produkt- und Unternehmensentwicklung.

Der Verwaltungsrat überwacht dabei unter anderem die Unternehmens- und Produktstrategie sowie die Nachfolgeplanung.

Ternus muss deshalb seine bisherige Perspektive deutlich erweitern. Statt sich hauptsächlich mit der Frage zu beschäftigen, wie ein Produkt technisch gebaut wird, muss er nun entscheiden, welche Produkte Apple überhaupt bauen sollte und wohin sich das gesamte Unternehmen entwickelt.

Die großen Aufgaben für John Ternus

Viel Zeit zum Eingewöhnen dürfte der neue CEO nicht haben.

Eine der größten Herausforderungen ist Künstliche Intelligenz. Während Apple bei Hardware und seinem Ökosystem weiterhin enorm stark ist, wird dem Unternehmen vorgeworfen, bei generativer KI gegenüber Unternehmen wie Google und OpenAI ins Hintertreffen geraten zu sein. Ternus muss deshalb zeigen, wie Apple KI stärker und sinnvoller in seine Produkte integriert.

Gleichzeitig steht Apple vor weiteren großen Aufgaben: die Weiterentwicklung von iPhone und Mac, neue Produktkategorien, die internationale Lieferkette und das schwierige Verhältnis zu China.

Und natürlich wird die Frage interessant sein, ob unter Ternus wieder ein Produkt entsteht, das eine ähnliche Bedeutung bekommt wie einst iPhone, iPad oder Apple Watch.

Ein Ingenieur an der Spitze

Genau darin liegt vermutlich auch die spannendste Frage seiner Amtszeit.

Ternus kennt Apple-Produkte nicht nur aus Präsentationen und Vorstandssitzungen. Er hat über zwei Jahrzehnte an ihrer Entwicklung gearbeitet. Apple bezeichnet ihn als Führungspersönlichkeit, die zahlreiche Produktgenerationen und neue Produktlinien maßgeblich begleitet hat.

Das könnte für Apple ein Vorteil sein – aber auch eine Herausforderung. Ein hervorragender Hardware-Manager ist nicht automatisch ein hervorragender Konzernchef.

John Ternus übernimmt allerdings kein angeschlagenes Apple. Tim Cook hinterlässt ein wirtschaftlich extrem erfolgreiches Unternehmen. Die Erwartungen an den neuen CEO sind deshalb entsprechend hoch: Apple muss nicht gerettet werden. Ternus muss vielmehr beweisen, dass Apple auch in der nächsten Technologiegeneration ganz vorne mitspielen kann.

Vielleicht ist genau das die interessanteste Frage der neuen Apple-Ära:

Kann aus dem langjährigen Ingenieur John Ternus der nächste große Visionär von Apple werden?

Quellen und weiterführende Informationen

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