Working Holiday Visa für Australien: Jetzt bis 35 Jahre

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Australien ist für viele ein echter Lebenstraum. Einmal mit dem Rucksack durchs Outback reisen, an traumhaften Stränden entlang der Ostküste unterwegs sein, neue Leute aus aller Welt kennenlernen und sich das Ganze mit kleinen Jobs finanzieren – genau dafür gibt es das Working Holiday Visa.
Zum 1. Juli 2026 hat Australien allerdings zwei wichtige Änderungen eingeführt. Eine davon wird viele freuen, die andere eher weniger.
Gute Nachricht: Mehr Zeit für den Australien-Traum
Wer aus Deutschland kommt, kann das Working Holiday Visa jetzt bis einschließlich 35 Jahre beantragen. Bisher war bereits mit 30 Jahren Schluss.
Das ist vor allem für alle interessant, die ihren Traum vom Australien-Jahr bisher immer wieder verschoben haben – sei es wegen Ausbildung, Studium, Beruf oder einfach, weil das Leben dazwischenkam. Jetzt gibt es fünf Jahre mehr Zeit, den Plan doch noch in die Tat umzusetzen.
Weniger erfreulich: Die Visagebühr steigt deutlich
Zeitgleich wurde auch die Gebühr erhöht. Statt bisher 670 AUD kostet das erste Working Holiday Visa jetzt 840 AUD.
Natürlich ist das kein kleiner Sprung. Verglichen mit den Gesamtkosten für einen längeren Australien-Aufenthalt fällt die Erhöhung zwar nicht ganz so stark ins Gewicht, trotzdem muss man sie bei der Reiseplanung einkalkulieren.
Was macht das Working Holiday Visa eigentlich so besonders?
Das Working Holiday Visa ist wohl das bekannteste Visum für Backpacker in Australien. Es richtet sich an junge Erwachsene, die das Land nicht nur für ein paar Wochen sehen möchten, sondern richtig eintauchen wollen.
Viele nutzen es nach dem Schulabschluss oder Studium als Gap Year, andere gönnen sich eine Auszeit vom Job oder erfüllen sich einfach einen lang gehegten Traum.
Das Schöne daran: Du darfst nicht nur reisen, sondern auch arbeiten. So lässt sich die Reisekasse unterwegs wieder auffüllen – zum Beispiel in einem Café, Hotel, Restaurant, auf einer Farm oder bei saisonalen Jobs im Tourismus.
Oft entstehen daraus Erlebnisse, die man als normaler Tourist gar nicht hätte. Man lebt für eine Zeit wie die Einheimischen, entdeckt Orte abseits der klassischen Reiserouten und sammelt Erinnerungen, die noch lange bleiben.
Australien erleben statt nur bereisen
Kaum ein anderes Visum steht so sehr für Freiheit und Abenteuer wie das Working Holiday Visa. Ob Roadtrip mit dem Camper, Sonnenaufgang am Strand, Farmarbeit im Outback oder neue Freundschaften mit Menschen aus aller Welt – genau diese Mischung macht den Reiz aus.
Die höhere Gebühr ist zwar schade. Dass Deutschland jetzt zu den Ländern gehört, deren Staatsangehörige das Visum bis zum Alter von 35 Jahren beantragen können, dürfte für viele aber die deutlich größere Nachricht sein.
Wer mit dem Gedanken spielt, eine Zeit lang in Australien zu leben, zu arbeiten und das Land auf eigene Faust zu entdecken, hat jetzt jedenfalls länger Zeit, diesen Traum wahr werden zu lassen.
Alle aktuellen Voraussetzungen und die Möglichkeit zur Beantragung findest du auf der offiziellen Webseite der australischen Einwanderungsbehörde.
Wer nicht länger als 3 Monate in Australien bleiben möchte und auch nicht dort arbeiten will, der kann natürlich auf das eVisitor ETA 651 zurückgreifen.