Sonnenfinsternis: Was passiert dabei eigentlich – und wann ist die nächste?

Datum
17. August 2026
sonnenfinsternis in deutschland

Eine Sonnenfinsternis gehört zu den beeindruckendsten Naturereignissen, die wir von der Erde aus beobachten können. Für wenige Minuten kann sich der Himmel deutlich verändern, das Sonnenlicht wird schwächer und bei einer totalen Sonnenfinsternis kann es mitten am Tag nahezu dunkel werden.

Doch wie entsteht eine Sonnenfinsternis eigentlich? Kann sie Menschen beeinflussen? Warum hatten frühere Kulturen Angst davor? Und vor allem: Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in Mitteleuropa?

Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in Mitteleuropa?

Diese Frage dürfte nach einer Sonnenfinsternis besonders häufig bei Google eingegeben werden.

Die gute Nachricht: Lange warten muss man nicht.

Die nächste von Österreich und Deutschland aus sichtbare Sonnenfinsternis findet am 2. August 2027 statt.

Allerdings wird sie in Mitteleuropa nicht total, sondern partiell sein. Die totale Phase verläuft weiter südlich, unter anderem über Spanien und Nordafrika. NASA führt den 2. August 2027 als totale Sonnenfinsternis auf, deren Totalitätszone unter anderem Südspanien, Nordafrika und weitere Regionen umfasst. In Mitteleuropa ist dagegen nur eine partielle Finsternis zu sehen.

Beispiel Wien

In Wien beginnt die partielle Sonnenfinsternis am 2. August 2027 gegen 10:14 Uhr MESZ.

Das Maximum wird gegen 11:17 Uhr erreicht. Dabei werden rund 47 Prozent der Sonnenscheibe bedeckt. Gegen 12:22 Uhr endet das Ereignis in Wien.

Auch in anderen Teilen Österreichs und Deutschlands wird die Finsternis sichtbar sein, wobei Zeitpunkt und maximale Bedeckung vom jeweiligen Standort abhängen.

Wer dagegen unbedingt eine totale Sonnenfinsternis in Mitteleuropa erleben möchte, muss wesentlich länger warten.

Von Wien aus ist die nächste totale Sonnenfinsternis erst für den 3. September 2081 angegeben.Das macht deutlich, warum viele Menschen für eine totale Sonnenfinsternis lange Reisen auf sich nehmen.

Beispiel Berlin

Auch in Berlin lässt sich die Sonnenfinsternis am 2. August 2027 beobachten. Die partielle Finsternis beginnt dort gegen 10:17 Uhr MESZ. Das Maximum wird gegen 11:13 Uhr erreicht, wobei rund 45 Prozent der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt werden. Gegen 12:12 Uhr ist das Ereignis in Berlin wieder vorbei.

Die totale Phase der Sonnenfinsternis ist von Berlin aus allerdings nicht zu sehen. Wer die vollständige Verdunkelung erleben möchte, muss sich in die schmale Totalitätszone begeben, die 2027 unter anderem durch Teile Spaniens und Nordafrikas verläuft. Für Berliner Sonnenfinsternis-Fans bleibt also eine durchaus sehenswerte partielle Finsternis – und vielleicht ein guter Anlass für einen Ausflug an einen Ort mit möglichst freiem Blick zum Himmel.

Die nächsten Sonnenfinsternisse im Überblick

DatumEreignisMitteleuropa
12. August 2026Totale Sonnenfinsternispartiell sichtbar
2. August 2027Totale Sonnenfinsternispartiell sichtbar
26. Januar 2028Ringförmige Sonnenfinsternisregional partiell
12. Juni 2029Partielle Sonnenfinsternisje nach Standort
1. Juni 2030Ringförmige Sonnenfinsternisteilweise sichtbar
3. September 2081Totale Sonnenfinsternistotal in Teilen Mitteleuropas

Die genaue Sichtbarkeit hängt immer vom jeweiligen Standort ab. Bei einer Sonnenfinsternis können schon einige hundert Kilometer Entfernung einen erheblichen Unterschied machen.

Die Daten wurden der Website der NASA entnommen.


Was ist eine Sonnenfinsternis?

Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn der Mond zwischen Erde und Sonne steht und dabei seinen Schatten auf die Erde wirft.

Das klingt zunächst einfach. Schließlich steht der Mond bei jedem Neumond ungefähr zwischen Erde und Sonne. Trotzdem gibt es nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis.

Der Grund dafür ist die leicht geneigte Umlaufbahn des Mondes. Die Mondbahn ist gegenüber der Erdbahnebene um etwa fünf Grad geneigt. Deshalb zieht der Mond bei den meisten Neumonden aus unserer Sicht etwas oberhalb oder unterhalb der Sonne vorbei.

Nur wenn Sonne, Mond und Erde nahezu exakt auf einer Linie stehen, kann der Mond die Sonne teilweise oder vollständig verdecken.

Welche Arten von Sonnenfinsternissen gibt es?

Nicht jede Sonnenfinsternis sieht gleich aus. Grundsätzlich werden mehrere Formen unterschieden.

Totale Sonnenfinsternis

Bei einer totalen Sonnenfinsternis verdeckt der Mond die sichtbare Sonnenscheibe vollständig.

Das funktioniert erstaunlich gut, weil Sonne und Mond von der Erde aus betrachtet ungefähr gleich groß erscheinen. Die Sonne ist zwar etwa 400-mal größer als der Mond, befindet sich aber auch ungefähr 400-mal weiter von der Erde entfernt.

Während der kurzen Totalität kann die helle Sonnenscheibe vollständig verschwinden. Sichtbar werden dann unter anderem die Sonnenkorona und helle Erscheinungen am Mondrand.

Eine totale Sonnenfinsternis ist allerdings nur entlang eines relativ schmalen Streifens auf der Erdoberfläche zu beobachten. Der Kernschatten des Mondes ist nur ungefähr 480 Kilometer breit und bewegt sich über die Erde hinweg.

Partielle Sonnenfinsternis

Bei einer partiellen Sonnenfinsternis zieht der Mond nur über einen Teil der Sonnenscheibe.

Für einen Beobachter sieht es dann beispielsweise so aus, als würde jemand ein Stück aus der Sonne herausbeißen.

Eine partielle Sonnenfinsternis ist wesentlich häufiger von einem bestimmten Gebiet aus zu sehen als eine totale.

Ringförmige Sonnenfinsternis

Bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis befindet sich der Mond etwas weiter von der Erde entfernt. Dadurch erscheint er kleiner und kann die Sonne nicht vollständig bedecken.

Rund um den Mond bleibt ein heller Sonnenring sichtbar.

Hybride Sonnenfinsternis

Noch seltener sind hybride Sonnenfinsternisse. Je nach Beobachtungsort kann eine solche Finsternis dabei teilweise total und teilweise ringförmig erscheinen.

Wie macht sich eine Sonnenfinsternis bemerkbar?

Eine Sonnenfinsternis kann deutlich mehr verändern als nur das Aussehen der Sonne.

Bei einer starken partiellen oder totalen Finsternis kann das Tageslicht ungewöhnlich schwach und verändert wirken. Die Umgebung bekommt teilweise einen eigenartigen, dämmrigen Charakter.

Bei einer totalen Sonnenfinsternis sind die Veränderungen besonders eindrucksvoll:

  • Das Tageslicht nimmt innerhalb kurzer Zeit stark ab.
  • Die Umgebung kann sich deutlich abkühlen.
  • Der Himmel wirkt ungewöhnlich dunkel.
  • Die hellsten Sterne und Planeten können sichtbar werden.
  • Die Sonne erscheint als dunkle Scheibe mit leuchtender Korona.
  • Tiere können ihr Verhalten verändern.
  • Die Temperatur und lokale atmosphärische Bedingungen können sich kurzfristig verändern.

Bei einer partiellen Sonnenfinsternis sind diese Effekte normalerweise deutlich schwächer.

Interessant ist außerdem, dass sich die Finsternis nicht nur am Himmel beobachten lässt. Unter Bäumen können beispielsweise zahlreiche kleine, sichelförmige Abbilder der teilweise verdeckten Sonne auf dem Boden entstehen. Die kleinen Lücken zwischen den Blättern wirken dabei wie winzige Lochkameras.

Hat eine Sonnenfinsternis Auswirkungen auf Menschen?

Hier lohnt sich eine klare Unterscheidung zwischen tatsächlichen physikalischen Effekten und alten Vorstellungen.

Eine Sonnenfinsternis verursacht bei gesunden Menschen keine mysteriösen oder übernatürlichen Veränderungen. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass eine Sonnenfinsternis beispielsweise Krankheiten auslöst, Schwangerschaften beeinflusst oder Menschen „energetisch“ verändert.

Was Menschen tatsächlich bemerken können, sind die ganz normalen Umweltveränderungen während einer stärkeren Finsternis: weniger Licht, eine ungewöhnliche Atmosphäre und teilweise ein kurzfristiger Temperaturabfall.

Auch psychologisch kann das Ereignis natürlich beeindruckend sein. Wer plötzlich erlebt, wie sich mitten am Tag das Licht verändert und bei einer totalen Finsternis die Sonne scheinbar verschwindet, kann das durchaus als außergewöhnlich oder sogar unheimlich empfinden.

Die eigentliche Gefahr: der Blick in die Sonne

Eine Sonnenfinsternis ist faszinierend – aber beim Beobachten ist Vorsicht unbedingt notwendig.

Das größte Risiko besteht für die Augen.

Auch während einer Sonnenfinsternis darf man nicht ungeschützt direkt in die Sonne schauen.

Das gilt insbesondere für partielle Sonnenfinsternisse. Selbst wenn der Mond einen sehr großen Teil der Sonne verdeckt, bleibt die sichtbare Sonnensichel extrem hell. Das kann die Netzhaut dauerhaft schädigen. Im schlimmsten Fall kann es zu bleibenden Sehstörungen kommen.

Normale Sonnenbrillen reichen nicht aus

Eine gewöhnliche Sonnenbrille ist kein ausreichender Schutz.

Für die direkte Beobachtung benötigt man geeignete Sonnenfinsternis- oder Sonnenbeobachtungsbrillen beziehungsweise zugelassene Sonnenfilter. Die Brillen sollten dem entsprechenden Sicherheitsstandard, insbesondere ISO 12312-2, entsprechen.

Vorsicht mit Fernglas und Kamera

Besonders gefährlich ist der Versuch, die Sonne durch ein Fernglas, Teleskop oder eine Kamera ohne geeigneten Sonnenfilter zu beobachten.

Die Optik bündelt das Sonnenlicht und kann dadurch innerhalb kürzester Zeit schwere Augenschäden verursachen.

Ein Sonnenfilter muss bei optischen Geräten speziell für die Sonnenbeobachtung geeignet und an der Vorderseite des Geräts angebracht sein. Eine normale Sonnenbrille vor dem Okular reicht nicht aus.

Eine einfache Alternative: indirekte Beobachtung

Wer keine Sonnenfinsternisbrille besitzt, kann eine Finsternis auch indirekt beobachten.

Eine einfache Lochkamera beziehungsweise ein Lochprojektor projiziert das Bild der Sonne auf eine Fläche. Dabei schaut man nicht direkt in die Sonne.

Das ist eine besonders einfache und sichere Möglichkeit, eine partielle Sonnenfinsternis beispielsweise gemeinsam mit Kindern zu beobachten.

Warum sind Sonnenfinsternisse so selten?

Eigentlich gibt es Sonnenfinsternisse weltweit gar nicht so selten. Im Durchschnitt ereignen sich etwa zwei Sonnenfinsternisse pro Jahr.

Das Problem ist der Beobachtungsort.

Der Kernschatten des Mondes trifft bei einer totalen Sonnenfinsternis nur einen relativ schmalen Streifen der Erde. Während die Erde sich dreht und der Mond weiterwandert, bewegt sich dieser Schatten über die Erdoberfläche.

Deshalb kann es an einem bestimmten Ort sehr lange dauern, bis wieder eine totale Sonnenfinsternis zu sehen ist.

Für Wien beispielsweise war die letzte totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999 zu beobachten. Die nächste wird erst 2081 stattfinden.

Sonnenfinsternisse in der Geschichte: Zwischen Angst und Faszination

Heute wissen wir genau, warum eine Sonnenfinsternis entsteht. Für frühere Kulturen muss das Ereignis dagegen geradezu übernatürlich gewirkt haben.

Die Sonne war für viele Gesellschaften lebenswichtig und wurde häufig als Gottheit oder göttliches Wesen verehrt. Wenn sie plötzlich mitten am Tag verschwand, musste das zwangsläufig Fragen und Ängste auslösen.

In verschiedenen Kulturen wurden Sonnenfinsternisse deshalb als schlechtes Omen, Warnung der Götter oder Zeichen bevorstehender Katastrophen interpretiert.

Es gab aber auch Kulturen, die Finsternisse systematisch beobachteten und versuchten, sie vorherzusagen.

Gerade diese Entwicklung ist wissenschaftsgeschichtlich interessant: Aus Angst und religiöser Interpretation entstand zunehmend astronomische Berechnung.

Sonnenfinsternis und Mythologie

Rund um Sonnenfinsternisse gibt es zahlreiche Erzählungen.

In verschiedenen Mythologien wurde beispielsweise angenommen, dass ein Drache, ein Wolf oder ein anderes Wesen die Sonne verschlingt.

In der nordischen Mythologie verfolgen die Wölfe Sköll und Hati Sonne und Mond. In anderen Kulturen gibt es Geschichten von Himmelsdrachen oder übernatürlichen Wesen, die für die vorübergehende Verdunkelung verantwortlich sein sollen.

Auch in China existierte die Vorstellung eines Himmelsdrachen, der die Sonne verschlingt. Menschen versuchten traditionell, den Drachen durch Lärm und andere Rituale zu vertreiben.

Aus heutiger Sicht wirken solche Vorstellungen fantasievoll. Sie zeigen aber auch, wie tief die Beobachtung des Himmels schon immer mit Religion, Kultur und menschlicher Vorstellungskraft verbunden war.

Von der Vorhersage zur modernen Astronomie

Sonnenfinsternisse haben nicht nur Mythen hervorgebracht. Sie haben auch einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Wissenschaft geleistet.

Ein berühmtes Beispiel stammt aus dem Jahr 1919.

Während einer totalen Sonnenfinsternis beobachteten Wissenschaftler Sterne in der Nähe der Sonne. Dabei konnte untersucht werden, ob das Licht dieser Sterne durch die Gravitation der Sonne abgelenkt wird.

Die Beobachtungen von Expeditionen unter der Leitung von Sir Arthur Eddington lieferten wichtige Hinweise auf die von Albert Einstein vorhergesagte Krümmung des Lichts durch Gravitation.

Die Sonnenfinsternis wurde damit zu einem wichtigen Bestandteil einer der berühmtesten wissenschaftlichen Bestätigungen der Allgemeinen Relativitätstheorie.

Warum passt der Mond überhaupt so perfekt vor die Sonne?

Das ist vielleicht einer der faszinierendsten Zufälle unseres Sonnensystems.

Die Sonne hat einen Durchmesser von ungefähr 1,4 Millionen Kilometern und ist damit etwa 400-mal größer als der Mond.

Gleichzeitig ist die Sonne ungefähr 400-mal weiter von der Erde entfernt als der Mond.

Dadurch erscheinen beide Himmelskörper von der Erde aus ungefähr gleich groß.

Das ist der Grund, warum der Mond die Sonne bei einer totalen Sonnenfinsternis nahezu perfekt bedecken kann.

Und dieser Zufall ist nicht für immer gegeben.

Der Mond entfernt sich jedes Jahr um ungefähr 3,8 Zentimeter von der Erde. In sehr ferner Zukunft wird er deshalb von der Erde aus gesehen zu klein sein, um die Sonne noch vollständig zu bedecken. Nach heutigen Berechnungen wird es allerdings noch mehrere hundert Millionen Jahre dauern, bis dieser Effekt relevant wird.

Sonnenfinsternis und Tiere

Eine starke Sonnenfinsternis kann auch bei Tieren interessante Reaktionen hervorrufen.

Wenn das Tageslicht plötzlich stark abnimmt, können manche Tiere ihr Verhalten verändern. Vögel können beispielsweise ihre Aktivität reduzieren oder sich auf die Nacht vorbereiten. Andere Tiere können beginnen, ihre typischen Abend- oder Nachtgeräusche zu machen.

Bei einer totalen Sonnenfinsternis kann die Situation besonders ungewöhnlich sein: Innerhalb weniger Minuten entsteht eine Art künstliche Nacht – und kurze Zeit später ist der Tag wieder zurück.

Dabei sollte man allerdings vorsichtig sein, aus einzelnen Beobachtungen allgemeine Regeln über das Verhalten von Tieren abzuleiten. Nicht jedes Tier reagiert gleich.

Kann eine Sonnenfinsternis das Wetter beeinflussen?

Kurzzeitig kann eine starke Sonnenfinsternis durchaus messbare Auswirkungen auf die unmittelbare Umgebung haben.

Wenn ein großer Teil der Sonneneinstrahlung plötzlich wegfällt, kann die Temperatur lokal etwas sinken. Auch andere atmosphärische Veränderungen können gemessen werden.

Das bedeutet allerdings nicht, dass eine Sonnenfinsternis langfristig das Wetter oder das Klima verändert.

Eine Sonnenfinsternis ist ein kurzfristiges astronomisches Ereignis und keine Ursache für längerfristige Wetterveränderungen.

Eine Sonnenfinsternis ist kein Grund zur Angst

Was früher als Zeichen der Götter, als drohende Katastrophe oder als Verschlingen der Sonne interpretiert wurde, lässt sich heute mit großer Genauigkeit berechnen.

Das macht das Ereignis aber keineswegs weniger faszinierend.

Im Gegenteil: Zu wissen, dass der Mond Millionen von Kilometern entfernt genau so zwischen Erde und Sonne steht, dass sein Schatten über unseren Planeten wandert, macht eine Sonnenfinsternis vielleicht sogar noch beeindruckender.

Und wer einmal eine totale Sonnenfinsternis erlebt hat, versteht schnell, warum Menschen dafür um die halbe Welt reisen.

Zusammenfassend: Das Wichtigste zur Sonnenfinsternis

Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn der Mond zwischen Erde und Sonne steht und seinen Schatten auf die Erde wirft.

Sie kann partiell, total oder ringförmig auftreten. Besonders eine totale Sonnenfinsternis ist ein außergewöhnliches Ereignis, weil der Mond dabei die helle Sonnenscheibe vollständig verdeckt.

Für Menschen ist eine Sonnenfinsternis grundsätzlich nicht gefährlich. Gefährlich ist allerdings der ungeschützte Blick in die Sonne. Eine normale Sonnenbrille reicht dafür nicht aus. Wer das Ereignis direkt beobachten möchte, sollte geeignete Sonnenfinsternisbrillen oder spezielle Sonnenfilter verwenden.

Die nächste von Österreich und Deutschland aus sichtbare Sonnenfinsternis findet am 2. August 2027 statt. Sie wird in Mitteleuropa partiell sein. Wer eine totale Sonnenfinsternis erleben möchte, muss dagegen beispielsweise nach Spanien oder Nordafrika reisen – oder in Mitteleuropa sehr viel Geduld haben.

Vielleicht ist genau das der besondere Reiz einer Sonnenfinsternis: Sie ist astronomisch berechenbar und wissenschaftlich vollständig erklärbar – und wirkt trotzdem jedes Mal ein wenig magisch.

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